Liebe kPNI’ler,

hier findet Ihr interessante Veranstaltungen . Solltet Ihr Fragen oder Anregungen zu passenden weiteren Veranstaltungen, die hier nicht aufgeführt sind, dann meldet Euch einfach.

Themen für Stammtische

Damit wir für Euch spannende Stammtische organisieren können, sind wir an Euren Vorlieben und Wünschen interessiert. Bitte nehmt Euch doch kurz die Zeit für unseren Fagebogen!

Recht herzlichen Dank!

Datum/Zeit Veranstaltung
30.09.2017
10:00 - 14:00
Stammtisch zum Thema "Laboratorium und Darm"
Discover-health.center GmbH, Freienbach
25.11.2017
10:00 - 14:00
Stammtisch
Discover-health.center GmbH, Freienbach
16.12.2017
Ganztägig
Patienten besser verstehen lernen
13.01.2018
Ganztägig
Qualitätskriterien bei Nahrung und Nahrungsergänzungsmitteln
23.02.2018
19:00 - 22:00
Stammtisch (block the date)
25.05.2018
19:00 - 22:00
Stammtisch (block the date)
17.08.2018
19:00 - 22:00
Stammtisch (block the date)
26.10.2018
19:00 - 22:00
Stammtisch (block the date)


 

Seminar-Angebot von GANZIMMUN:

Die Seminare in der Schweiz sind interessant und als kPNI’ler können wir vom Frühbucherrabatt von 20 Fr. im kompletten Jahr profitieren. Interessenten möchten sich per E-Mail an seminar@ganzimmun.de mit dem Vermerk kPNI-Mitglied anmelden.

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Zusammenfassung des Vortrags vom 24.09.2016 (Stammtisch):

„Systemische Auswirkungen von Parodontitis“ von Dr. med. stom. Cornelia Birta

Die Zusammenhänge zwischen Parodontitis und allgemeinen Erkrankungen sind nicht neu.

Schon vor über hundert Jahren haben sich die ersten Systemdenker die Frage gestellt, was wohl eine Entzündung im Mund und Zahnfleischbluten mit anderen Erkrankungen im Körper zu tun haben könnte.

Offene Barrieren, Wanderung von Bakterien und Toxinen, systemische Entzündungsreaktionen und Auswirkungen auf Arteriosklerose, Diabetes, Schwangerschaft und Endokarditis sind nur einige der schon bekannten Zusammenhänge.

Parodontitis ist eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates mit entzündetem bis ulzeriert-nekrotischem Gewebe, gram negativen und anaeroben Bakterien sowie stark toxischen bakteriellen Endotoxine, Bindegewebezerstörung und Knochenabbau.

Zum einen sind es systemische Voraussetzungen, die lokale Erkrankungen begünstigen. Rauchen, Stress, systemische Erkrankungen oder metabolische und vaskuläre Veränderungen, genetische Prädisposition, Mundhygiene, Ernährung, hormonelle Veränderungen sind nur einige davon.

Zum anderen haben lokale Entzündungen systemische Auswirkungen, wie zum Beispiel Ruptur der Blutgefäße, veränderter Stoffwechsel, Freisetzung von systemischen proinflammatorischen Mediatoren -Zytokine, TNF&, IL1, IL6, PG, Enzymatische Mechanismen- MMP und Störung der Gewebehomöostase oder erhöhte Fibrinogen- und CRP Werte, wie Slade et al 2000, Wu et al 2000 in deren Studien zeigen konnten.

Wichtigste Zusammenhänge sind bis jetzt in folgenden Bereichen erforscht worden:

Parodontitis und kardiovaskuläre Erkrankungen

  •   Porfinomonas Gingivalis aktiviert PAAP (Platelet Activating Aggregating Peptides) – Herzberg et al 1998- und fördert damit die Trombogenese
  •   Harashy et al 1998 finden ebenso P. Gingivalis in Koronaren und Carotis AtheromeParodontitis und Schlaganfall
  •   Arbes et al, 1999 finden in einer 18 j. prospektive Studie, dass Patienten mit mehr als 20% Knochenabbau eine 3fach höhere Schlaganfall – Wahrscheinlichkeit haben als Patienten unter 20%
  • Der beschriebene Mechanismus war ähnlich wie bei kardiovaskulären ErkrankungenDiabetes & ParodontitisEine Metastudie von 2009 (Wijnand, Gerdes und Loos), in der 639 Studien berücksichtigt worden sind, zeigt dass eine Parodontitis Therapie zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle für mindestens 3 Monate führt bei Patienten mit Diabetes Mellitus Typ2
  • Die gramnegativen Bakterien aus der Zahnfleischtasche aktiveren die Immunität und führen zu verstärkter Insulinresistenz und zu schlechteren glykämischen Werten. Die Parodontalbehandlung verbessert die Entzündungswerte, die Insulinsensitivität und damit die Stabilisierung der Glykämie
  • Die Wirkmechanismen zeigen beide Richtungen: Diabetes begünstigt die Entstehung der Parodontitis -Parodontitis verschlechtert wiederum die glykämische Kontrolle.Parodontitis und Schwangerschaft
  • In das Fruchtwasser sämtlicher Frühgeburten wurden Prostaglandine und proinflammatorische Zytokine(IL1, IL6, TNF&) gefunden
  • Möglich ist die Wanderung von Bakterien aus der undichten Barriere über die Blutbahn

Systemische Wirkmechanismen

  • Gramnegative Bakterien führen zu erhöhten Werten von proinflammatorischen Zytokinen, Aktivierung der Immunantwort und erhöhten Fibrinogen und Leukozyten im peripheren Blut
  • Erhöhte CRP Werte bei chronischen Parodontitis-Patienten schaffen Voraussetzungen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  •   Mikroorganismen wandern durch die Blutbahn und besiedeln bakterienfreundliche Gewebe: Bandscheibe, Placenta, Herzmuskel, usw.
  • Toxine von den unterschiedlichen Bakterienstämmen haben unterschiedliche Auswirkungen (Toxizität)
  • Aspiration und Aerosol verteilen Bakterien in der Lunge
  • Hormonelle Veränderungen in der Schwangerschaft verändernBlutgefäße und Gingivapermeabilität
  • Diabetes ist ein Risikofaktor für Parodontitis, diese wiederumRisikofaktor für instabile glykämische KontrolleIn Anbetracht der oben genannten Wirkmechanismen spielt die orale Sanierung von Infektionsherden und das Regenerieren der Barrieren eine bedeutende Rolle in der Prävention und Therapie sämtlicher systemischer Erkrankungen.

    Schlussfolgerungen

  • 80 % der wichtigsten chronischen Erkrankungen mit hoher Morbidität haben Interdependenzen mit Parodontitis
  •   Parodontologie ist nicht Zahnmedizin, sondern orale Infektionslehre
  •   In einer modernen integrativen Medizin sollte die Diagnose undBehandlung oraler chronischer Infektionen dazu gehören.
  •   Eine Parodontitis ist schnell und einfach diagnostizierbar sowie therapierbar und hat große positive systemische Auswirkungen. Die Diagnose und die antiinflammatorische Begleittherapie kann sehr gut in der kPNI Praxis integriert werden.

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